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Kultur

The Good Ol’ Blues Brothers Boys Band im beschaulichen Elben

Foto: Hans-Jürgen Paasch

Foto: Hans-Jürgen Paasch

Elben. Es ist der Tag des Pokalfinals im Fußball. Das Spiel wird am Abend live im Fernsehen übertragen. Dennoch fahre ich zum Eulenbergschen Hof in den Gerbstedter Ortsteil Elben, tief im Fleischbachtal. Hier stehen heute Abend 12 Musiker auf der Bühne. Unterwegs im Namen des Herrn. Was ist dagegen Fußball? Die ungewöhnlich lange Schlange am Eingang zeigt mir, dass viele andere auch auf diese Idee gekommen sind. Wie ihr Name schon sagt, steht diese Band für die Musik aus dem Blues Brothers Film von 1980. Wer kennt den nicht? Ich habe den schon unzählige Male gesehen. Immer wieder wunderschön.

Nach einer kurzen musikalischen Begrüßung durch den Gastgeber Klaus Adolphi, klingen schon die Töne von Peter Gunn durch die Scheunenruine, in der die Elbener Open Air Konzerte immer stattfinden.

Es geht los. 4 Bläser, Schlagzeug, Keyboard, Bass- und Leadgitarre, 2 Sänger, eine Sängerin und ein Ansager bevölkern die Bühne. Conférencier ist Peter Brock, Mitinhaber des hallischen Objekt 5 und damit auch als Conférencier des Weihnachtssinges im Steintor inzwischen eine Instutition. Elwood und Jake Blues werden durch Tommy Aderhold und Jens Thorun ausgezeichnet vertreten. Die Bläser sind „Mr. Fabulous“ Detlef Werther an der Tompete, „Torti“ Torsten Volkmann am Altsaxophone, „Triple Scale“ Thomas Gruss am Tenorsaxophone und „Bones“ Klaus Benkendorf an der Posaune. Mit Spitznamen kennt man auch „Meff“, Matthias Schimetzek-Nilius am Schlagzeug, „Wasserleiche“, Steffen Thomas am Keyboard, „Scotty“ Holger Gottwald an der Gitarre und „Duck Dunn“ Kay Büttner“ am Bass.
Die weiblichen Gesangseinlagen, unter anderem auch als Aretha Franklin, singt die unvergleichliche Steffi Wagner.

Die einzelnen Stücke brauche ich nicht aufzuzählen, die ergeben sich aus dem Film. Superlative sollte man möglichst wenig oder nicht verwenden. Daran habe ich mich für diesen Artikel nicht gehalten. Das war mehr als angebracht.

Warum geht das alles für nur 15 Euro Eintritt – das weiß nur Klaus Adolphi, einige der Musiker spielen bei seinen Projekten „Horch“ oder auch „Aberlours“.

Einige wenige Konzerte wird es in diesem Jahr in Elben noch geben. Fahrt bitte alle nicht hin. Dann habe ich mehr Platz.

Hans-Jürgen Paasch

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