Sangerhausen. Der Protest gegen die geplante Waffenfabrik in Sangerhausen gewinnt an Breite: Mehr als 400 Unterschriften sammelten Gegner des Vorhabens bei einer Haustüraktion am Samstag. Damit rückt das Bürgerbegehren seinem Ziel von 2.000 Unterschriften näher. Rund 30 Friedensaktivisten aus sechs Städten unterstützten die Aktion. Insgesamt haben sich inzwischen rund 1.500 Menschen mit ihrer Unterschrift gegen das Vorhaben ausgesprochen.
Die Initiative
„Keep Elbit Out“ und das Bürgerbündnis
Bürgerbegehren Sangerhausen hatten zu dem Aktionstag aufgerufen. Die Helferinnen und Helfer trafen sich um 11 Uhr am Bahnhof und teilten sich anschließend in drei Gruppen auf. Sie sammelten am Schützenplatz, an der Brunnenpassage und in den umliegenden Neubaugebieten sowie im Wohngebiet Süd rund um das Hochhaus. Bis 17 Uhr kamen die mehr als 400 Unterschriften zusammen.
Viele Gespräche mit den Einwohnern
Nach Einschätzung der Initiativen standen die Sangerhäuserinnen und Sangerhäuser dem Bürgerbegehren bei der überwiegenden Zahl der Gespräche positiv gegenüber. Viele lehnten nicht nur die geplante Waffenfabrik ab, sondern kritisierten auch die gegenwärtige Aufrüstungspolitik. Dabei gehe es ihnen grundsätzlich um die zunehmende Waffenproduktion – unabhängig davon, ob eine solche Fabrik in Sangerhausen oder an einem anderen Ort gebaut werde.
Für die Gespräche an den Haustüren hatten die Initiatoren eigens Westen mit den Kennzeichnungen von „Keep Elbit Out“ und dem Bürgerbegehren bedrucken lassen.
Dank an Helfer
Die Initiatiatoren dankten allen Beteiligten, insbesondere den Friedensfreundinnen und Friedensfreunden aus Halle, Magdeburg, Erfurt, Leipzig und Jena, die eigens zur Unterstützung angereist waren. Auch die Polizei erhielt Anerkennung: Sie war während des Aktionstages jederzeit für Fragen und Anliegen ansprechbar und trug damit zur Sicherheit der Beteiligten bei. Ein polizeiliches Eingreifen war nicht erforderlich.
Die Initiatiatoren rufen die Sangerhäuserinnen und Sangerhäuser dazu auf, das Bürgerbegehren mit ihrer Unterschrift weiter zu unterstützen. Noch fehlen rund 500 Unterschriften, um das notwendige Quorum von 2.000 zu erreichen. Wer die geplante Waffenfabrik ablehnt, kann mit seiner Unterschrift dazu beitragen, dass das Anliegen der Bürgerinnen und Bürger Gehör findet. Informationen zur Unterschriftensammlung gibt es unter
sangerhausen-sagt-nein.de und
keepelbitout.org.