Kurzmeldungen

Überparteilicher Wahlaufruf

Sangerhäuser Persönlichkeiten rufen zur Europa- und Kommunalwahl auf

Sangerhausen.

Aufruf an alle Sangerhäuser

Wählerinnen und Wähler – Gehen Sie zur Wahl



Am 26. Mai sind in unserer Heimatstadt Kommunal- und Europawahlen. Populismus ist auf dem Vormarsch, aber auf komplexe Fragen gibt es leider nicht immer einfache Antworten.

In der Vergangenheit hat die Politik, auf allen Ebenen, auch viele Fehler gemacht. Dies ist uns allen bewusst.

Aber ist dies ein Grund, die Wahlen zu boykottieren oder Parteien die Stimme zu geben, die Demokratie, Humanismus, freiheitliches Denken oder die Suche nach gesellschaftlichem Konsens ablehnen?

Ist es nicht doch besser, über die vielfältigen demokratischen Wege, die uns offen stehen, den Dialog zu suchen - mit den Parteien, in Bürgerinitiativen, in Institutionen und mit gesellschaftlichen Kräften, die sich dem Grundgesetz verpflichtet fühlen? Das ist der Weg, um friedlich und demokratisch und unter gegenseitiger Achtung die aktuell anstehenden Fragen anzugehen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Ängste sind eine menschliche Eigenschaft und unsere stete Sehnsucht nach größtmöglicher Sicherheit ebenfalls. Aber was würden wir gewinnen, wenn wir anders denkende, anders fühlende, anders aussehende Menschen rechtlos machen?

Unsere Welt, Europa und unser Land sind an einem Scheideweg. Wir alle entscheiden am 26. Mai auch darüber mit, ob wir diesen Weg weiter demokratisch und humanistisch beschreiten wollen oder ob die Zukunft von Angst und gegenseitiger Hetze bestimmt sein wird.

Grenzen sind heute nicht mehr unüberwindbar. Damit ist der Fremde für uns zum Nachbarn geworden. Dies gilt es zu verstehen. Demokratie ist Diskurs, ist Freiheit, ist Prozess, ist Zweifel, ist Mitbestimmung, ist Solidarität. Abgeschlossen und abgeschottet sind nur Diktaturen.
Wahlen als alleiniger Ausdruck von Protest werden nichts ändern. Gesellschaftliche Unzulänglichkeiten sind so nicht zu lösen. Stattdessen müssen wir auf vielen Ebenen: von Bürger zu Bürger, in der Stadt, im Land, im Bund, in Europa darüber reden, was wir ändern müssen und wie wir unsere erkämpfte Demokratie stärken können.

Schon Aristoteles wusste, dass Zuhören und Sprechen Grundpfeiler der Demokratie sind. Er sah die Gesellschaft in den Grundlagen bedroht, wenn dies nicht mehr funktioniert.

Wir rufen auf - zum Innehalten und Nachdenken. Es gab ein Gestern, und es wird ein Morgen geben. Wir haben es in der Hand, wie dieses Morgen aussehen wird.
Wir entscheiden am 26. Mai, ob wir gemeinsam vorwärts gehen, oder ob wir rückwärts-gerichtetem Gedankengut, Hass und Abgrenzung eine Chance geben.

Erstunterzeichner:
Dr. Peter Gerlinghoff (Sangerhausen), Dieter Kupfernagel (OB a.D.), Margot Runge (Pfarrerin), Ralf Poschmann (OB a.D.), Dr. Dieter Wrobel,
Dr. Birke Bull-Bischoff (MdB), Doreen Lehnertz (Ltr. Freie Grundschule), Kobermännchen (Steffen Rüdiger), Helmut Loth (Verein für Geschichte von SGH),
Torsten Schweiger (MdB), Antje Mindl-Mohr (Dozentin KVHS), Harald Koch (MdB a.D.), Karoline Spröte (Integrationskoordinatorin), Dr. Ernst-Hubert Axthelm (Internist),
Holger Hüttel (Soldat a.D.), Volker Schachtel (Unternehmer), Mario Milde (Jurist), Klaus Peche (Weinhändler), Ulrich Franke (Geschäftsführer SWG), Andreas Skrypek (Vorsitzender Stadtrat),
Regina Stahlhacke (Apothekerin), Alexander Dobert (Datenschutzbeauftragter), Janine Wenschuh (Dozentin KVHS)

Liste wird laufend vervollständigt !

Holger Hüttel

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