Kultur

"Star Trek: Picard"

Die Zeit ist gekommen, die Ideen von Gene Roddenberry wieder ins Bewusstsein zu rufen!

Unsere Erde. Vor 3 Jahrzehnten saßen wir alle gebannt vor den Bildschirmen, um die Abenteuer von Captain Picard und seiner Crew mitzuverfolgen und in Regionen vorzustoßen die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.
Dies alles unter der Prämisse (oberste Direktive), dass wir unsere eigene Lebensweise, unser Denken und Handeln niemand anderen aufzwingen. Wir friedlich und in gegenseitiger Achtung, geprägt von positiven Denken und Bewusstsein unsere Zukunft gestalten.
Die 178 Folgen, die ab September 1990 im ZDF mitzuverfolgen waren und die nachfolgenden 4 Kinofilme, die uns bis vor 2 Jahrzehnten in die Kinos strömen ließen sind schon lange Vergangenheit.
Captain Picard, inzwischen Admiral im selbst gewählten Ruhestand, ist alt, sehr alt geworden. Seine Augen liegen tief in den Falten seines Gesichtes. Er hat sich nach dem Tod seines Androiden Freundes Data auf sein Weingut in Frankreich zurückgezogen.
Obwohl er von der Richtigkeit die Sternenflotte zu verlassen überzeugt war und ist, scheint er über seine Entscheidung unglücklich zu sein. Eine/seine Sternenflotte, die einstmals Ideale, ausschließlich positive Ideen vertreten hat. In ihr war kein Platz für Hass, Kriegslust, Überheblichkeit, sondern ein steter Wunsch nach Positivismus, nach Gleichheit, nach Frieden, nach Völkerverständigung.
Seitdem Star Trek, kreiert von Gene Roddenberry, erstmals in den USA 1966 produziert wurde (im Westfernsehen seit 1972 in Deutsch zu sehen), hat uns die Serie immer wieder den aktuellen/neuzeitlichen gesellschaftlichen Spiegel vor Augen gehalten.
Roddenberry`s gesellschaftliche Kritiken wurden in den Serien (ich nehme einmal die Netflix Serie "Discovery" aus) immer wieder zum Thema gemacht. Genau dies machte die Serie für die damaligen Zuschauer und die Millionen heutiger Fans zu etwas einmaligen.
Die Sehnsucht nach einer derartigen Serie, nur unterbrochen von den nachfolgenden Episoden um Captain Jeneway vom Raumschiff Voyager, Captain Sisko von der Raumstation Deep Space Nine oder Captain Archer von der Enterprise, wurde bis heute nicht gestillt.
Die 1. Episode die heute am 24. Januar auf Amazon Prime Premiere lief, lässt die Fans nun hoffen, dass die Visionen von Gene Roddenberry wieder ins Bewusstsein, auch neuer Generationen, gebracht werden.
Schon ein Teil der Titelmusik, die im Kinofilm „Der Aufstand“ zu hören war lässt hoffen, dass dies auch gut in der neuen Serie umgesetzt wird.
Gleich zu Beginn der ersten Folge spielt Picard mit seinem Freund Data, in einem Traum, Poker. Auf die Frage von Data, "warum er auf Zeit spiele?“, Antwortet Picard "weil ich nicht will, dass das Spiel endet". Allein diese 2 Sätze und die beiden für uns alt wirkenden Protagonisten zielen auf den Positivismus der Macher der Serie.
Wieder heruntergebrochen auf unsere Zeit, auf unsere aktuelle Politik: wir wollen das unsere Zeit nicht so endet, wir wollen Zukunft und dafür möchte sich Picard wieder einsetzen.
Genau wie wir uns heute wieder für die Zukunft der Menschheit einsetzen sollten und müssen.
Picard macht noch mal deutlich, warum er die Sternenflotte vor über 20 Jahren verlassen hatte.
Es war nicht mehr seine Sternenflotte! Es war eine Sternenflotte, die immer öfter ihre Ziele und Ideale verraten hat. - Auch hier wieder die Anspielung zum hier und heute!
Die Gefahr die im Menschen und damit in der Föderation steckt, wenn ihnen Krieg und Elend fremd ist, - genau dieses zu provozieren - , prägte Jean-Luc sowohl in seinem Ausscheiden aus der Flotte, wie auch in seinem Unwohlsein/Ruhestand nicht mehr handeln zu können.
Alles in allem können wir uns in den nächsten Wochen und Monaten auf gute und kurzweilige Unterhaltung freuen. Eine Unterhaltung, die im Gegensatz zu den meisten der aktuellen Serien zum nachdenken und sinnieren über uns selbst anregt. Und dies alles in einer fantastischen Erzählweise, die geprägt ist von Ruhe und Bewusstsein. Aktion und Gewalt, Grusel und Horror werden nicht handlungsbestimmend sein, sondern die Suche nach Wahrheit und dem Sinn unseres Lebens und unserer Gesellschaft.

Live Long and Prosper

PS: Bei Youtube findet Ihr den Trailer zur Serie und bei Amazon Video die erste Folge !

Holger Hüttel

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