Kurzmeldungen

Quo vadis Sport-/ und Festplatz Ostsiedlung

Stadträte treffen sich auf Einladung von Örny um über die Zukunft des Sportplatzes zu reden

Grünes Wohngebiet Ostsiedlung (Bildarchiv Sangerhausen)

Grünes Wohngebiet Ostsiedlung (Bildarchiv Sangerhausen)

Sangerhausen.
Auf Einladung von Dieter Lindau, den Sangerhäuser*Innen sicherlich besser bekannt unter dem Namen DJ Örny, trafen sich diese Woche die Fraktion Die Linke des Stadtrates der Stadt Sangerhausen gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern auf dem alten Sport-/und Festplatz in der Ostsiedlung in Sangerhausen. Der Einladung folgten ebenfalls Vertreter der Bürgerinitiative Sangerhausen (B.I.S.)
Seit einigen Wochen engagiert sich dort eine Bürgerinitiative vor Ort zum Erhalt ihres Sport-/und Festplatzes in ihrem Wohngebiet.
Hintergrund sind bekannt gewordene Planungen der städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) zur Bebauung dieses Platzes mit 6 Einfamilienhäusern.
Die SWG möchte in einem Bebauungsplan insgesamt 27 neue Einfamilienhäuser auf freigewordenen Flächen abgerissener Wohnblocks sowie auf weiteren leer stehenden Freiflächen, zu denen auch diese umstrittene Grünfläche gehört, errichten.
Die Ostsiedlung selbst ist das älteste Wohngebiet in der Kreisstadt Sangerhausen. Bereits Anfang des 2o. Jahrhunderts baute eine gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft entlang der Hüttenstraße Wohnhäuser. Noch vor der Gründung der DDR wurde im Jahre 1949 mit dem Neubau von Wohnblocks in der Ostsiedlung begonnen. Auch die heutige Festwiese mit dem Sportplatz wurde in dieser Zeit gemeinsam mit den neuen Anwohnerinnen und Anwohnern dieses Wohngebietes fertiggestellt.
Da das Wohngebiet hauptsächlich für die Bergleute und ihre Familien errichtet wurde, wurde auf diesem Platz bereits 1950 das 1. Wohngebietsfest anlässlich des Tages des Bergmannes festlich begangen. Bis zum Jahre 2014 behielt der Platz seine Bedeutung, sowohl für die Wohngebietsfeste, als auch für sportliche Veranstaltungen.
Da die Gelder in unserer aktuellen Gesellschaft gerade für die sogenannten "freiwilligen" Leistungen "immer knapper wurden" und damit auch die Zuschüsse aus den kommunalen Haushalten nicht mehr flossen, mussten die Wohngebietsfeste eingestellt werden.
Mit dazu beigetragen haben natürlich auch die umfangreichen Abrisse vieler Wohnblocks im Wohngebiet. Seit einigen Jahren befindet sich das Wohngebiet jedoch wieder im Aufwuchs, hauptsächlich durch eine Vielzahl von neuen Eigenheimen.
Die Frage die sich nun den Anwohnerinnen und Anwohnern der Ostsiedlung stellt ist es, ob dieser Sport-/und Festplatz unbedingt für diese 6 von insgesamt 27 neuen Einfamilienhäusern geopfert werden muss. Oder ob sogar ein solcher Platz mehr als nur ein Gewinn auch für die neuen Einwohnerinnen und Einwohner der Ostsiedlung darstellt.
Ein Wohnen im Grünen, einem Platz für die Kinder, ein ruhiger Platz für unsere älteren Menschen sind sicherlich alles andere als schädlich, um im nordöstlichen Teil der Kernstadt ein neues Eigenheim zu erwerben und dort leben zu können.
Letztendlich wird der Stadtrat über das Für und Wider der Anlage in einem Bebauungsplan entscheiden müssen.

Weitere Info`s:

Video Gespräch vor Ort: youtu.be/8Q5Goc9KAh8

www.facebook.com/groups/1201327763251420/permalink/4238052482912251

www.petitionen.com/rettung_des_sportplatzes_der_ostsiedlung_sangerhausen

Holger Hüttel

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