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Ungewisse Zukunft für die Schulsozialarbeit im Landkreis

DIE LINKE macht sich für langfristige Sicherung der Schulsozialarbeit stark.

MSH. Wie geht es nach dem 31. Juli 2020 weiter mit der Schulsozialarbeit im Landkreis Mansfeld-Südharz? Diese Frage stellte heute die Mitteldeutsche Zeitung in einem Artikel, denn mit dem 31. Juli 2020 läuft die Förderung der Schulsozialarbeit durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) aus.

Christine Kümmel, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE im Kreistag Mansfeld-Südharz und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, hat sich zu dieser Frage geäußert:

"Als einer der ersten Landkreise in Sachsen-Anhalt haben wir uns intensiv mit den Möglichkeiten und Anforderungen an schulbezogene Jugendsozialarbeit auseinandergesetzt. Aufgrund der Höhe der Schulabbrecherquote und der vielfältigen Probleme im Schulalltag, hat sich der Landkreis an einem Programm beteiligt, welches aus Mitteln des europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Wir haben Träger der freien Jugendhilfe gewinnen können, die sich dieser Aufgabe mit viel Engagement und Professionalität gestellt haben.
Zum jetzigen Zeitpunkt werden 21 Stellen aus dem ESF-Programm und 16,5 Stellen über den Kreis-Haushalt gefördert. Im Landkreis Mansfeld-Südharz profitieren die SchülerInnen fast aller Schulen auch schulformübergreifend von der Schulsozialarbeit.

Seit dem 1.1.19 konnten wir auch 2 Sozialarbeiter-Stellen im Bereich der Kindertagesstätten einrichten. Der Bedarf an Sozialer Arbeit in diesem Bereich wurde den politischen Akteuren insbesondere durch die Auswertungen der Schuluntersuchungen deutlich. Nach einer 3jährigen Arbeitsphase werden wir eine Auswertung vornehmen und über die weitere Fortführung und Ausgestaltung entscheiden.

Das ESF-Programm zur Sicherung der Schulsozialarbeit wird im Jahr 2020 auslaufen. Die Finanzierung der Schulsozialarbeit aus dem Haushalt des Landkreises ist aufgrund der schwierigen kommunalen Finanzlage nicht vorstellbar. Auf Landes und Bundesebene setzten wir uns als LINKE dafür ein, den Landkreisen dringende Lösungen zur Weiterführung anzubieten, Schulsozialarbeit als Qualitätsstandart in Schulen zu etablieren und eine dauerhafte Ausfinanzierung zu sichern."

Antje Mindl-Mohr

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