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Kurzmeldungen

Adendorf Rocks

In Adendorf wurde wieder gerockt

Stadt Gerbstedt. „Adendorf rocks“ das kleine Rockfestival im Gerbstedter Ortsteil Adendorf hat sich entwickelt. War das Event früher dafür bekannt kleinen schrägen Bands eine Bühne zu bieten, so war in diesem Jahr mit der berliner Punkband „Enorm“, die bereits Acts beim G.O.N.D. Musikfestival waren, doch einiges zu erwarten. Die Qualität der Bühnentechnik ist seit den letzten Jahren auf einem sehr hohen Stand. Es gibt inzwischen auch eine feste Bühne im Adendorfer Gutspark. Der Eintritt ist mit 5 Euro dagegen weiter sehr angenehm.

Veranstalter ist die freiwillige Feuerwehr und Sponsoren.

In diesem Jahr soll es 4 Bands geben. Den Beginn machen die „Fetzen“ aus Leipzig. Handgemachte Musik. Aber ich habe keine Ahnung, was ich damit anfangen soll. Mit einer betroffen wirkenden Stimme wird belangloses Zeug gesungen. „Die Oberseite ist immer oben“. Für Dadaismus habe ich wohl keinen Nerf. Die FAZ hatte mal über diese Musiker folgendes geschrieben: „Ole, Chris und Werner sind 3 talentlose, sich selbst überschätzende Möchtegernkreativhirne, die weder spielen noch texten können!“
Danach kommt wohl sicher die Entdeckung des Abends. Natürlich sind „PaFloMa“ – soviel wie Pascal Sieber, Florian Dietrich und Marcus Dietzel die Lokalmatadoren. Kommen Sie doch mit Freist, Friedeburgerhütte und Heiligenthal aus der direkten Umgebung. Aber Florian steht auf der Bühne – Akustikgitarre und Mundharmonikagestell – ja, jeder denkt an Bob Dylan. Und er singt zu seiner rockigen Musik mit einer eigenen markanten Stimme. Über Belangloses und Wichtiges aus seinem Leben. Es entstehen Texte wie „Die Katze auf dem Fensterbrett“, „Brokoliauflauf“ oder auch „Ich will bei Dir sein“. Selbstgeschriebene Lyrik und selbstgeschriebene Musik, alles auf Deutsch. PaFloMa spielt noch einmal am 23. 8. im Freister Dorfkrug. Wer interesse an handgemachter Musik hat und sich wirklich überraschen lassen will, sollte hier mal auftauchen.

Weiter geht es bei „Adendorf rocks“ mit „Die 4 Schönen“. Auch etwas Einfallsreiches. Sie nehmen alte, bekannte und neue Schlager und spielen diese mit Hardrock-Riffs auf eine ganz besondere Weise. So klauen Sie für ihre besonders rockige „König von Deutschland“-Version einfach eine Intro von ACDC und machen so etwas Besonderes aus diesem bekannten Schlager. Rio hätte es sicher gefallen. Auch eine gelungene Einladung zum Adendorfer Festival.

Am Ende folgt noch „Enorm“. Die Musik erinnert ein wenig an die „Onkels“ jedoch mit weniger rotzigen, zweideutigen Texten. Aber die rockige Musik lädt zum Tanzen ein und passt sehr gut zu diesem Abend.

Wer also im nächsten Jahr das Banner zu „Adendorf rocks“ über der Straße hängen sieht, sollte sich den Termin merken, es lohnt sich.

Hans-Jürgen Paasch

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