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Jan Korte (MdB) unterwegs im Südharz

Termin vor Ort - Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und Probleme der Angler am Stausee Kelbra

Aussichtsturm an der Talsperre

Aussichtsturm an der Talsperre

Südharz. Das es der liebe Gott mit den Linken gut meint, wurde am Donnerstag auf einer Informationstour des linken Bundestagsabgeordneten Jan Korte (https://www.jankorte.de) deutlich. Bei herrlichstem Sonnenschein ging es nämlich in die Natur, genauer in die Karstlandschaft Südharz sowie an den Stausee Kelbra.
Zunächst erwartete die Leiterin des Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz Frau Christiane Funkel (http://www.bioreskarstsuedharz.de) den MdB und seine Begleitung (Carola Kunde, Kreisvorsitzende Die Linke, Sabine Künzel und Holger Hüttel, Stadträte Sangerhausen) am Parkplatz des episodischen Sees, den Bauerngraben (https://de.wikipedia.org/wiki/Bauerngraben_(Harz)), um an den dort sich befindenden Streuobstwiesen über die Arbeit, aber auch die Probleme im Biosphärenreservat zu berichten.
Nach einer kurzen Einführung über die geographischen und geologischen Eigenheiten unserer hiesigen Karstlandschaft berichtete Frau Funkel über die Arbeit des Biosphärenreservats sowie die noch zu lösenden Probleme, wie zum Beispiel die noch fehlende Anerkennung als UNESCO Biosphärenreservat.
Zur Erklärung: In einem gemeinsamen Kabinettsbeschluss der Länder Thüringen und Sachsen Anhalt wurde 1992 die Entwicklung des Reservates beschlossen. 2002 nahm die Reservatsverwaltung in Roßla ihre Arbeit auf. Am 23. März 2009 wurde das Reservat vom Landwirtschafts- und Umweltministerium Sachsen-Anhalts zum Biosphärenreservat erklärt. Eine Anerkennung durch die UNESCO scheiterte 2013 jedoch am Widerstand einiger betroffener Gemeinden gegen den Antrag. Das Biosphärenreservat nach Landesrecht erfüllt bereits die erforderlichen Kriterien, langfristig wird aber weiterhin eine Anerkennung durch die UNESCO angestrebt. Das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz umfasst eine Fläche von über 3o.ooo Hektar sowie die Orte Sangerhausen, Stollberg, Kelbra und Tilleda. Die Region ist durch eine lange Bergbautradition geprägt. Die einzigartige Naturlandschaft ist gekennzeichnet durch wasserdurchlässiges Gestein, karger Wiesenwuchs, Streuobstwiesen, Karstquellen und Buchenwäldern.
Ein Großteil der Fragen betrafen natürlich den Naturschutz, die aktuellen Probleme des Waldes sowie die sich verändernde Umwelt aufgrund des Klimawandels und ihrer Auswirkungen auf die biologische Vielfalt vor Ort. Man spürte förmlich mit welcher Hingabe und Überzeugung Frau Funkel ihre Arbeit verrichtet. Die engagierte Arbeit des gesamten Kollektivs im Biosphärenreservat wurde vom Herrn Korte und seiner Begleitung als sehr beeindruckend und vorbildlich bezeichnet.
Mit einem von Frau Funkel: „es gilt die Karstlandschaft Südharz zu entdecken und zu bewahren“ und einer weiteren Einladung auch gern hier vor Ort einmal seinen Urlaub zu genießen, verabschiedete sich der Bundestagsabgeordnete von der Leiterin des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz.

Anschließend ging es weiter an den Stausee nach Kelbra (https://de.wikipedia.org/wiki/Talsperre_Kelbra). Dort warteten bereits der Vorsitzender des Kreisanglervereins Sangerhausen e.V., Herrn Gerhard Jarosz und Herr Frank Gabriel, Geschäftsführer des Kreisanglervereins (http://www.kreisanglerverein-sangerhausen.de) sowie die Vorsitzende der Kreistagsfraktion Mansfeld Südharz Frau Christine Kümmel. Für die beiden Angler eigentlich ein Heimspiel, da Herr Korte selbst passionierter Angler ist und die Sorgen und Nöte in „meiner Anglerkollegen“ mehr oder weniger kennt. Sehr ausführlich und fach orientiert waren entsprechend auch die anschließenden Gespräche. Vor allem die Ängste und Sorgen der vielen Angler am und um den Stausee, beginnend bei den Kormorane und Kranichen, die Wassermenge und die Wasserqualität im Stausee und deren Auswirkungen den Fischbesatz waren hochbrisante Themen der Diskussion.
Herr Korte versprach: „Ich werde mich dementsprechend einbringen und mich mit einem Schreiben an das zuständige Ministerium in Sachsen-Anhalt wenden.“

Holger Hüttel

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